Kleiner Pilz-Datenspeicher mit Schwerpunkt "Helotiale Becherlinge"
ASCO-SONNEBERG - Wissenswertes über Pilze

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Pilze unter Lichtabschluss

Bemerkung:
Viele höhere Pilze wachsen normalerweise dem Licht entgegen, schließlich ist die Fortpflanzung bei den meisten erst an der Erdoberfläche gewährleistet, z.B. durch das Verwehen oder Aufgefressenwerden der Sporen.
Es ist also aus pilzlicher Sicht vernünftig, bei der Entwicklung vom Primordium zum reifen Fruchtkörper erst nach dem Durchstoßen des Substrates und dem Erreichen der Erdoberfläche die Fruchtschicht auszubilden. Außerdem wäre eine vorzeitige Ausbildung des oft flächengroßen Hymeniums, z.B. der Lamellen unter einem ausgebreiteten Hut, ja völlig hinderlich dabei, das Erdreich zu durchstoßen.

Ein schönes Beispiel hierfür sind Nagelschwämme/Zapfenrüblinge (Strobilurus), welche zunächst nur winzige Köpfchen (späterer Hut) an oft überdimensional langen Stielen besitzen, solange sie noch an der versteckten Unterseite der am Boden liegenden Zapfen versteckt sind.

Auch für die missgebildeten “Bergwerks-Pilze“ trifft das gleiche zu, da die “Lichtrezeptoren“ des Pilzes ihn noch nicht an der angestrebten Oberfläche wähnen.

Auf den Bildern ist Auriscalpium vulgare (Ohrlöffelstacheling) zu sehen, welcher in einer dunkelstehenden Plastikdose über mehrere Wochen vergessen wurde.

 


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Copyright Ingo Wagner