Mollisia-inferiseptata-151205-TR-01xsmJJ

Mollisia gibbospora I. Kušan, Matočec, Pošta, Tkalčec & Mešić 2020
Mollisia inferiseptata Matočec, I. Kušan, Pošta, Tkalčec & Mešić 2021
Höllisches Weichbecherchen
Funddaten außerregional:
05.12.2015, Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Nordwestmecklenburg, Rehna, “Löwitzer Holz“ nw von Rehna (MTB 2231/22), lichter Buchenmischwald, an wenig zersetztem Stubben von Esche (Fraxinus), leg. Torsten Richter , det. Ingo Wagner.
Bemerkung:
Bei so gleichmäßig dunkelgrau gefärbter Kollektion denkt man bei einer makroskopioschen Voreinschätzung zunächst an Mollisia `pyrenopezizoides`.
Durch das Fehlen eines ausgeprägten Subikulumfilzes und negativer KOH-Reaktion wird man aber eines besseren belehrt.
Die Auswertung aller mikroskopischen Merkmale lässt keinen Zweifel an der Bestimmung Mollisia cinerea. Auch auf anderen Bildern der Art (“asco-sonneberg“) sind immer wieder sehr dunkle Apothezien zwischen den anderen zu sehen.
Auf Makrobild 2 wird ersichtlich, dass dunkle Becherchen beim Abtrocknen wieder heller werden wollen.
Apos, welche sich in der Dose nachentwickelt haben, waren hellgrau.
Bemerkung Mai 2023:
Mit Bemerkungen wie „lässt keinen Zweifel an der Bestimmung“ (oben) sollte man wohl manchmal vorsichtiger sein, denn momentan bin ich der Meinung, dass es sich hier um die 2021 beschriebene Mollisia inferiseptata handelt: feucht sehr dunkel und flach auf dem Substrat aufliegend, Schwarze Außenseite bis zum obersten Rand reichend.
2015 hat diese Art auch bestimmungsmäßig noch keine Rolle gespielt.
Bemerkung Januar 2026:
Mollisia gibbospora und M. inferiseptata stehen genetisch äußerst nah beieinander. Meiner Meinung nach rechtfertigt der geringe Abstand kaum die Erweckung zweier Taxa.
Beide Arten sind übrigens von den gleichen Autoren sehr ungünstig in ihren Merkmalen beschrieben. Ohne Sequenz wären normale Funde nicht bestimmbar.
Der Jahreszahl 2020 nach hätte wohl M. gibbospora Vorrang.