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ASCO-SONNEBERG - Mollisia

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Schwarzweißes Weichbecherchen
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Mollisia melaleuca (Fr.) Sacc. 1889
Niptera melaleuca (Fr.) Fuckel 1870
Schwarzweißes Weichbecherchen

Funddaten:
11.09.2014, Deutschland, Thüringen, Landkreis Sonneberg, Rottmar, Umgebung Wasserhaus (MTB 5633/32), 8mm starker, angelehnter Ast von Fagus sylvaticus, ablösend berindet, vergesellschaftet mit Crepidotus spec.

Bemerkung (Stand 14.09.2014):
Ist identisch mit spanischem Fund von Enrique Rubio Dominguez, benamt mit Mollisia melaleuca, vom 17.04.2011......
http://www.asturnatura.com/fotografia/setas-hongos/mollisia-melaleuca-fr-sacc-3/10825.html

.......und auch einem norddeutschen Fund von Marcel Vega, ebenfalls unter M. melaleuca:
vom 18.06.2011 (siehe H.O.Barals“veritas-Sammlung“!), mikroskopiert von T. Richter.

Diskussion:
M. melaleuca soll sich von Mollisia discolor in den Farben und in der Sporengröße bzw. dem Sporeninhalt unterscheiden:
Zitat provisorischer Gminder-Mollisia-Schlüssel (Version  2008):

M. melaleuca:
Hymenium weißlich, höchstens blasscreme
8-12 x 2,8-3,5 
OCI = 2, mehrere mittelgroße Tropfen

M. discolor:
Hymenium hellocker, nie (?) grau oder bläulich, corticol (stets?)
9-16(19) x 2,5-3,2
pro Pol je ein großer Tropfen, selten zusätzlich kleine


Sieht man sich die Beschreibung beider Arten an, so passt keine wirklich ganz genau zur besprochenen Mollisia.

Nimmt man jetzt noch den tropfigen Sporeninhalt, welcher bei zunehmenden „Stress“ von klein zu groß zusammenläuft, ist mir der Gedanke nicht abwegig, dass die beiden Taxa discolor und melaleuca womöglich die gleiche Art darstellen.

Manchmal wird auch Büscheligkeit versus Geselligkeit als Unterscheidungshilfe genommen.
Ich habe aber in der Gattung immer wieder feststellen können, dass sich die Büscheligkeit bei Mollisia i.d.R. auf das Durchbrechen der Rinde begründet.
Oft kann man das gut nachvollziehen, wenn ein Ast nur noch zum Teil berindet ist, und dadurch beide Wuchsformen vorherrschen.

Da mir die Sporen-Werte von Mollisia discolor besser zu passen scheinen (ab ca. 11 bis 16 in der Länge und bis knapp über 3 in der Breite), werde ich diesen Fund wohl trotz Übereinstimmung zum spanischen und norddeutschen melaleuca-Fund vorerst als Mollisia discolor bezeichnen.

Bemerkung 29.05.2016:
Möglicherweise liegt der Unterschied von M. discolor zu melaleuca im makroskopischen Bereich, und die braune Färbung der Apo-Außenseite gepaart mit büschelig hervorbrechenden Bechern durch die Rinde wäre eher das Argument für M. discolor(?).





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