Mollisia-revincta-(Epilobium-KOH+)-110910-01xs

Mollisia revincta (P. Karst.) Rehm 1869
Pyrenopeziza revincta (P. Karst.) Gremmen 1958
Zerbrechliches Weichbecherchen
Funddaten: 10.09.11, SON, Jagdshof, “Bergeraum-Grünacker“ (MTB 5633/12), liegende Weidenröschenstängel (Epilobium), in großer Anzahl auf dem Substrat.
Bemerkung:
Inwieweit es sich bei M. revincta um eine Sammelart handelt, und ob sich bei Aufsammlungen von Epilobium Unterschiede zu den Aufsammlungen auf Filipendula oder anderen Kräutern herausarbeiten lassen, bedarf noch Klärung.
Bemerkung 13.07. 2012:
Die M. revincta auf Weidenröschen unterscheidet sich von der M. revincta auf Brombeere (Rubus spec.) geringfügig durch etwas unkeuligere Sporen mit mehr Öl.
Typisch scheint aber bei beiden die sehr unauffälligen und wenig ausgeprägten Endzellen zu sein.
Auf die KOH-Reaktion kann man sich wahrscheinlich nicht gut verlassen. Zwar ist sie meist mittelstark und vergänglich, jedoch sind mir von Rubus auch stark gelbe und anhaltende Reaktionen bekannt (vergleiche Mollisia alcalireagens, man achte hier aber auf Arten mit stark
keuligen Endzellen, fast gestielten Marginalzellen, unkeuligen Sporen und Aussehen wie Mollisia fusca mit feinflaumigen Rand. Diese Art konnte ich bisher noch nicht zuordnen.)
Weiterhin bedarf es Klärungsbedarf bei Wachstum auf Filipendula (Mädesüß), denn hier wird von einer vollkommen negativen KOH-Reaktion berichtet.
Bemerkung 22.07.2012:
Die Mollisia revincta auf Filipendula ist wieder anders: die Untersuchung an einer
ersten Kollektion zeigte deutlich keulige Sporen ohne Inhalt, negative KOH-Reaktion
und makroskopisch lange gerandete, braungraue (nie milchweiß), verflachende (nie genabelte
oder konvexe) Apothezien.