MOLLISIA
Ingo Wagner, 02.11.2025
Beinhaltet überwiegend nur selbst untersuchte Arten.
Kennzeichnend für Mollisia-Arten sind die im vitalen Stadium lichtbrechenden Paraphysen-Vakuolen und abgerundet anguläres bis kugeliges braunes Ectal-Excipulum, welches mit KOH (20%) olivgrün bis grün verfärbt.
Neben wirklichen Mollisia-Arten sind im Schlüssel auch einige wenige “unwirkliche“ Mollisia-Arten eingearbeitet wie z.B. Holz-Pyrenopezizen ohne lichtbrechende Vakuole, welche aktuell teilweise noch Mollisia heißen können.
Provisorisch benamte Ergebnisse kann man meist auf asco-sonneberg unter „Mollisia“ einsehen. Mitunter sind Einzelfälle aber nicht hochgeladen, dann bei Interesse bitte Kontakt per E-Mail suchen.
Bei den geschlüsselten Arten handelt es sich nur um eine Auswahl. Immer wieder finde ich nicht einordenbare, mir unbekannte Arten oder lese im Internet von Funden, die ich mit den gegebenen Merkmalen nicht zuordnen kann.
Für Bestimmversuche mit dem Schlüssel eignet sich nur vitales reifes Material. Optimal sind turgeszente Funde mit frisch abgeschossenen Sporen (sieht man im Mikro, wenn die Sporen abgeschossen werden).
Un- und überreifes Material bereitet größte Schwierigkeiten beim Schlüsseln, da sich die Hauptkriterien Sporenmaße, -inhalte und -formen in solchen Zuständen oft abweichend verhalten.
Als Hilfsmittel für Arten an Holz gibt es einen Holz-Mollisia-Vergleich der Sporen per Bild (u.U. muss der Link in die Adresszeile kopiert werden):
https://asco-sonneberg.de/pages/ueberblick/mollisia-key/mollisia-sporen-bilder-key.php
OCI = oil content index (nach Baral):
0 = kein Öl
1 = ca. 3 % Ölinhalt
2 = ca. 10 % Ölinhalt
3 = ca. 25 % Ölinhalt
4 = ca. 50 % Ölinhalt
5 = ca. 80 % Ölinhalt
1 Zellen des Ectal-Excipulums erscheinen bei Zugabe von KOH im Mikroskop oliv, bei hellen Apothezien werden sie fast grün --> 2
1* genannte Zellen mit KOH nicht oliv bis grün --> keine Mollisia
Z.B. Mollisia ramealis auf eher dünnen Ästen von meist Birke (auch Hasel u. a.) mit cremeweißer, später braunfleckender Fruchtschicht und brauner Außenseite, deren Ectal-Excipulum mit KOH gelbbraun bleibt und deren spindelige Sporen (20-30 lang) einen OCI = 4 aufweist, ist keine Mollisia sondern gehört von der Abstammung her in die Gegend um Dibeloniella.
2 Substrat Holz inklusive Rinde, Zapfen, Fruchtschalen o.ä. --> 3
2* Substrat anders --> 500
3 Apikalring IKI-positiv --> 10
3* Apikalring IKI-negativ --> 5
5 Vakuolen nicht lichtbrechend --> 7
5* Vakuolen vital lichtbrechend --> Apo-Außenseite haarig-filzig, was aber nur im noch nicht verflachten gesunden Zustand zu sehen ist --> Mollisia ligni
Sp. 7-10 x 2,2-2,5, mehrheitlich keulig, OCI = 1,5, KOH-, Haken+, Apo-Außenseite mit bis zu 50 µm langen zylindrischen bis leicht keuligen braunen Haaren, Apo mit dünnem weißen Rand, wächst meist trockentolerant ohne direkten Bodenkontakt. Ausnahmen wären abgefallene Äste.
7 Sp. 5-8 x 1,5-1,8 --> Pyrenopeziza caespiticia
erst graue, dann ockerbraune oder gar gelbliche Apothezien, OCI = 2 (je eine Pol-Guttule), KOH-, Haken+, Paraphyseninhalt unauffällig, nicht lichtbrechend, Randwulst wenig ausgeprägt, ähnliche Arten bei Pyrenopeziza aquosa, subviridula, “Mollisia“ sublividula;
7* frei
10 Apikalring mit Lugol bb (blau) oder b (schwach blau) anfärbend --> 20
10* Apikalring mit Lugol anders als blau --> 15
15 wenigstens ein Teil der Pori mit Baral´scher Lösung rb (violett, weinrötlich) ---> Mollisia (Haglundia) elegantior
Apos groß (bis 6 mm), mit Subikulum und mehrzelligen Haaren, Sp. 10-13 x 3-4, reife Asci über 100 lang, Haken+, an dickem morschen Eichenholz, bodennah, meist Stubben
15* Porus rr (rot) --> Platzhalter!
20 Apo-Außenseite (Flanke) makroskopisch nicht auffällig filzig,
am Rand und der Flanke ist aber eine feinfaserige Bewimperung möglich --> 30
20* Apo-Außenseite makroskopisch filzig (Achtung, das kann man bei verflachten Apos und bei Nässe übersehen), Marginalfasern/ Haare länger als 40, siehe im Link rechts unten:
https://asco-sonneberg.de/media/.gallery/image42517.jpg
--> 21
21 an Rosengewächsen und Asci ohne Haken --> Mollisia rosae
ausgeprägtes Subikulum, Porus = bb, Haken-, KOH+, Sp. 8-10 x 2,4-3,2, OCI = 1,5-2;
21* Substrat anders oder Asci mit Haken --> 22
22 an Prunus-Arten (Kirsche, Schlehe usw.) --> Mollisia prunicola
Sp. 11-13 x 2,7-3,2, OCI = 3-4, Porus = bb, Haken+, KOH+;
22* Substrat anders --> 23
23 Substrat Vaccinum uliginosum --> Mollisia vaccini
23* Substrat anders --> 24
24* Substrat dick (alte Stubben oder dicke Äste), Laubholz, wahrscheinlich Eiche, Substrat oberflächlich vermulmt, Apothezien für Mollisia mit 1,5 – 6 mm oft auffällig groß und teilweise im Mulm eingesenkt --> 25
24 Substrat dünner --> vgl. Richtung Mollisia velebitica
Sp. bei 12 x 3, OCI ca. 1,5-2, Apo-Außenseite filzig, wahrscheinlich spezifisch auf Lonicera-Holz
https://drive.google.com/drive/u/0/folders/1HdOenHcJzygw6JUk44Ex6YfIhe-YginN?tid=0B5SeyOEkxxZhYVZub0N1aGY5YTg
25 Sp. über 3 breit, mehrheitlich über 10 lang --> Mollisia (Haglundia) elegantior, siehe 15 (Porus kann auch nur bb)
25* Sp. unter 3 breit, mehrheitlich unter 10 lang --> Mollisia olivascens (Haglundia perelegans),
Sporen OCI = 0-0,5, ellipsoid, ältere Sporen zuspindelnd, Paraphysen KOH+
30 abstehende Zellen mikroskopisch relativ kurz, als 1-3-gliederige Fasern ausgeprägt, an Flanke braun und birnförmig, zur Margo hin gestreckter keulig oder zylindrisch, unter 40 lang, marginal kann eine abstehende Feinfaserigkeit per Auge erkennbar sein --> 40
30* abstehende Zellen zwar makroskopisch eher nur feinfaserig abstehend, aber mikroskopisch mehrgliederig mit längerer Basis, wobei diese Beinahe-Haarzellen seitlich nicht miteinander verwachsen sind und teilweise länger als 40 --> 35
35 Haarähnliche Zellen um 50 lang, bis 5-gliederig mit keuliger Apikalzelle, Sporen um 9-12 x 2,6-2,9, makroskopisch wie M. lividofusca, mikroskopisch fast cinerea, Excipulumzellen dunkel wie mit Exsudat behaftet --> Mollisia cinerella (iw102)
35* Es gibt da auch eine Mollisia velebitica auf Calluna mit M. rosae-Habitus
40 Vakuolen der Paraphysen/Endzellen = KOH-positiv ---> 45
das bedeutet bei KOH-Zugabe (3% bis 20%) ins Wasserpräparat sorgt die zerstörte Vakuole dafür, dass eine zitronengelb gefärbte Substanz austritt, bei angeschlagenen oder älteren Apothezien kann diese Gelbreaktion in den Paraphysen und Endzellen „steckenbleiben“, was auch passiert, wenn das Apothezium direkt in KOH gelegt wird --> 45
40* Vakuolen der Paraphysen/Endzellen = KOH-negativ --> 200
45 reife Sporen nicht unter 10 --> 67
45* reife Sporen nur oder auch unter 10 --> 50
50. OCI = 0 --> 55
50* OCI > 0 --> 60
55 Sp. um 2,5 breit, also sowohl darunter als auch darüber --> 56
55* Sp. kaum über 2,5 breit --> 59
56 Sp. ei- bis tropfenförmig, 7-10 x 2,4-2,9(3) --> Mollisia scopiformis (= “pyrenopezizoides“ ss. Gminder)
OCI = 0, IKI = bb, Haken+, KOH+, Ectal-Excipulum kugelzellig, Rindenzellen nicht selten aus 3 kurzen Zellen bestehend, einige Apikalzellen wie halbiert (wie halbkugeliger Hut), ausgeprägtes Subikulum (Hyphen z.T. dickwandig), Apos durchfeuchtet fast schwarz, an dickem Holz mit gutem Bodenkontakt, oft Eiche (Quercus), aber auch Nadelholz;
56* Sporen hauptsächlich ellipsoid --> 57
57. KOH-Reaktion deutlich ---> 58
57* KOH-Reaktion nur schwach ---> Mollisia “albomarginata“ nom. prov.,
die Art steht sequenztechnisch in der Nähe von Mollisia ulicis und ist recht gut festgelegt. Mikro- wie Makroskopische Einordnung ist schwierig.
Schmalellipsoide, wenig gebogene Sporen mit vergehend in der ganzen Spore verteilten Winzig-Tropfen ist eher schwach als Merkmal anzusehen, Sp. 9-12 x 2,2-2,8, Subikulum vorhanden.
58 leer (hier war die Art, deren Sequenz aff. nigrescens ergab, aber Mikro und Makro nicht dazu passten)
58* 8-12 x 2,5-3 --> = Mollisia scopiformis cf. (ellipsoidsporig),
noch namenlose Spezies, von der Mikroskopie her nahe bei M. scopiformis, deutlich KOH+, mit ellipsoiden Sporen und Subikulum.
59 Sp. 8-10 x 2,2-2,4, OCI = 0 (lethal Tröpfchen bildend?), --> Mollisia albomarginata FP411, Sp. mehrheitlich schmal-ellipsoid bis schmalspindelig, KOH+ (nur schwach);
Abweichler FP411 ist wahrscheinlich eine Vertauschung, da Mikro mit zu kleinen Sporen nicht zum Sequenzergebnis passt;
59* Sporenbreiten 2,2-2,8, vital OCI = 0, aber nachlassend an Vitalität mitunter wie mit Inhalt von 1-1,5, Apos sehr hell, --> 62
60 Sporen zum großen Teil eiförmig wie bei Mollisia scopiformis, auch clavat, aber mit OCI = 1,5-2 --> Mollisia pseudoscopiformis (IW108) ---> Ergebnis war auch scopiformis, Inhalt war wahrscheinlich nicht Öl, sondern angegriffen vakuolär.
60* Sporen nicht eiförmig --> 62
62. Sporenlängen durchschnittlich über 10, flächiges Subikulum vorhanden ---> 64
62* Sporenlängen durchschnittlich unter 10, kein Subikulum, aber Ankerhyphen unter den Apothezien ---> 65
64. Sp. 9-14(15) x 2,6-3, OCI = 0,5-1,5, wuchtige Endzellen wie Mollisia fusca, KOH-Reaktion deutlich+, lange Asci, Subikulum meist deutlich vorhanden --> Mollisia fusca aff. (Sp 2,6-3), (= IW145, nur LSU), in Sequenzbaum in der Nähe zu einer Trimmatosporium betulinum, vgl. auch FP217 (hier aber ITS).
64* Sp. genauso, KOH-Reaktion schwach --> Mollisia fusca cf. (KOH-schwach) (=FP414), kaum von vorhergehender unterscheidbar.
64** OCI bei 2-2,5, ältere Sporen 1x septiert und mittig eingeschnürt (calycina-italica-artig) ---> Mollisia nigrescens und Mollisia nigrescens cf.
65 Sp. um 8-11 x 2,3-2,9 --> Mollisia albogrisea mit NFF Phialocephala piceae
Sp. schmalellipsoid bis angedeutet keulig, älter stumpfspindelig, +- gerade, höchstens ca. 5% schwach gebogen, OCI = 0,5-1,5 (mit nachlassender Vitalität erhöht sich der Eindruck eines größeren OCI), Asci nicht über 60 lang(!), vital sind häufig kugelige Vakuolen in den Asci-Basen möglich (wie Psilachnum-Tropfen), diese sind vital fast immer auch in einigen Excipulumzellen vorhanden, Apos jung sehr hell, später grau vom Zentrum her, ohne flächiges Subikulum, IKI = bb, Haken+, KOH+(stark), Apos jung weiß und an Hyaloscypha erinnernd, meist erst mit Randwulst, oft aber schnell verflachend oder sogar konvex und dadurch die Randwulst verlierend, Rand meist feinst fusselig, bei Entwicklung in der Dose nicht selten kleine dunkle Stielchen bildend oder zumindest nicht in voller Fläche auf dem Substrat aufliegend (Streckung nach Licht?);
65* Apos von weiß bis schwarz, meist gleichmäßig graubraun mit Subikulum, am Randwulst höher und weniger oft weiß wie es bei albogrisea der Fall ist, KOH nur schwach, Sp. vital schmal und durchschnittlich unter 2,5 breit, die Anzahl gebogener Sporen ist wesentlich höher und die Form ist weniger spindelig als bei albogrisea, eher schmalellipsoid --> Mollisia albogrisea aff. (IW091, FP418, FP414)
67* Sporenbreite bei und über 3,2 --> 80
67 Sporenbreite unter 3,2 --> 70
70 Sporen älter tendenziell spindelig (fraglich) --> 72
70* Sporen in der Mehrzahl ellipsoid, im Alter auch keulige Tendenz ---> Mollisia ulicis ss. Feltgen
Sp. 10-14 x 2,3-2,9, OCI = 1-2, Subik. oft stark ausgeprägt, Endzellen ähnlich wuchtig wie bei fusca, einige fett lanzettförmig, KOH schwach +, Apos rund, nicht discinoid (IW015, IW050, IW057, IW174)
In diesem Komplex braucht es neue Namen. Tapesia ulicis Grelet (Sp 12-20, OCI = 3+) und Mollisia ulicis Feltgen (Sp.10-14, OCI = 2) scheinen nicht das gleiche zu sein. Beide Autoren geben Sporenbreiten bis 4 an, was zu meinen Aufsammlungen nicht passt.
72 OCI = (1,5)2 --> Mollisia fusca
Sp. 10-15 x 2,5-3, ellipsoid, älter schwach spindelig, OCI (1,5)2 = polseitige kleine Tröpfchen (um so reifer, desto deutlicher), IKI = bb, Haken+, KOH meist deutlich +, Asci 70-90 lang, deutliches, meist flächiges Subikulum (Hyphen z.T. dickwandig), oft auf Borke wachsend, Apo-Rand feinfransig durch wuchtige birnenförmige End- und Marginalzellen (z.B. 25 x 8), natürlich gewachsen grau bis dunkelgrau, vergehend auch braun, nachwachsend in der Dose meist weiß mit weißen Basalhyphen;
72* OCI = 0-1 --> Mollisia fusca cf (KOH+) FP 414
KOH oft schwach, sequenztechnisch steht sie in der Nähe der kleinersporigen albogrisea aff. FP418, IW091.
72** OCI = 0,5 bis 1,5 (2 nicht erreichend) --> Mollisia fusca aff. (Aebi) IW063, IW070. IW081, IW111
Sporen 11-15 x 2,5-2,9, KOH nur schwach und vergehend, bisher immer auf Rinde mit deutlichem Subikulum. Oder identisch mit Mollisia fusca? Noch unklar.
80 Apos braungrau, meist mit (feinkörniger) Randwulst -->Tapesia ulicis ss. Grelet
Sp. 12-16 x 3-4, OCI = 2-3, klare Unterscheidung zu 80* noch unklar
80*Apos cremeweiß bis hellgrau, eher ohne Randwulst --> Mollisia sericeomarginata (compacta)
unter 1mm, Sp. 12-17 x 3-4,5, überreif beinahe rhombisch, OCI = 2-3, IKI = bb, Haken+, KOH+, Marginalzellen birnförmig, diese auffälliger als banal, kein flächiges Subikulum, eventuell NFF;
200 Holzbewohner mit Vakuolen + KOH = negativ:
200 Sporen-OCI < = 2 --> 220
200* Sporen OCI > 2 --> 205
205 durchschnittliche Sporenlänge über 10 --> 215
205* durchschnittliche Sporenlänge unter 10 --> 210
210 Apikalring negativ --> vgl. Pyrenopeziza caespiticia und Mollisia sublividula
210* Apikalring positiv --> vgl. Pyrenopeziza aquosa und Mollisia “calluna” und “sublividula IKI+”.
215 Mollisia melaleuca
Sp. 9-14 x 2,4-3, jung ellipsoid, älter zuspindelnd, überreif 1-2x septiert, Asci bis 90 lang, Haken+, IKI = bb, Flanken- und Marginalfasern dünn gestielt, Unterschied zu M. discolor unklar.
Makroskopisches Aussehen schwarz-weiß, aber auch grau und abtrocknend hellgrau.
Bestimmungsproblem ist der OCI, welcher vital deutlich aus mittelgroßen Tropfen besteht (OCI = 3), diese Tropfen sind aber recht labil, in nichtvitalen(?) Aufsammlungen führt das teilweise bis zu OCI = 0, siehe IW033. In Kombi mit jung ellipsoiden Sporen dann mikroskopisch kaum noch als melaleuca bestimmbar.
215* frei
220 OCI = 0(0,5) --> 225
220* OCI > 0(0,5) --> 290
225 Sporenlänge 10 nicht erreichend --> Mollisia novobrunsvicensis
Sporen 6,4-8,2 x 2,1-2,8, ziemlich einheitlich ellipsoid ohne einseitig zuspitzende Ausnahmen, recht gleichförmig und wenig gebogen, OCI = 0, ohne klar ersichtliche Öltropfen, Excipulumzellen kugelig, Apos nicht auffällig schwarz, durchaus um 2 mm breit, oft randwellig ohne ausgeprägte Randwulst, eventuell Schlammbewohner (Ausprägung von schwarzem Holz unter den Apos [wahrscheinlich kein Subikulum] im Auge behalten als Gegensatz zu cinerea!).
225* Sporenlängen bei 10 und darüber --> 230
230 Sporenlängen klar über 10 --> Mollisia spec. “clavate-spored (Quercus)“, ist eine nom. prov.-Art, bisher an eher dünneren Zweigen von Quercus, meist büschelig durch die Rinde brechend, Sporen deutlich keulig, 11-14 x 2,9-3.4
230* Sporenlängen im Bereich um 10 --> 233
233 auf Erlenzapfen in der Streu --> Mollisia amenticola
Sp. 7-12 x 2-3, Porus = bb, Haken+, KOH-, Ectal-Exc. Kugelzellig
233* an Holz --> 235
235 Sporenlängen bei 10, Durchschnitt aber darüber --> 250
235* Sporenlängen bei 10, Durchschnitt darunter --> 237
237 Sporenform mehrheitlich schwach keulig --> 240
237 Sporenform mehrheitlich ellipsoid --> 242
240 --> Mollisia diesbachiana (zuerst als Mollisia “clavispora“), siehe IW089, IW128, iw155, IW169, Sporen großteils keulenförmig, 6,5-10 lang, OCI = 0, bis 3mm breite Apos (mit Subikulum?), discinoid gekräuselt, grau, abtrocknend sogar weiß, Marginalzellen wohl mehrgliederig keulig und gestielt oder palisadenförmig;
die kanadische Originalbeschreibung zeigt falsche, nicht zugehörige zylindrische Sporen mit sehr viel Öl, welche aber in den Bildern mit Asci anders aussehen, nämlich kurzkeulig ohne Öl wie das sein muss.
2023 meinten Hosoya et al. eine neue Gattung für diesbachiana generieren zu müssen, nämlich Neobeloniopsis.
240* Kaum genetische Abweichung (ca. 3 Basenpaare) gibt es zu einer ebenfalls relativ neuzeitlich beschriebenen Mollisia gibbospora, von welcher die kroatischen Erstbeschreiber der Meinung sind, ein Merkmal wären die Sporen mit buckligen Auswüchsen (siehe Name!).
242 reichlich gebogene Sporen vorhanden --> 244
242* Sporen auch inequilateral (= Brotlaib von der Seite), aber fast keine gebogenen Sporen --> 246
244 Sporen leer --> Mollisia cinerea, Fruchtschichtfarbe weiß bis dunkelgrau, oft in allen Farbstadien, Sporen im Bereich 7-11 x 2,5-3,1 ellipsoid, Großteil davon gebogen, häufige Art des Winterhalbjahres, meist unterseitig am Substrat, Apos alt gern gekräuselt,
244* Sporen 7-10(12) x 2,2-2,8, teilweise mit diffusem Inhalt --> Mollisia cinereoolivascens (IW065), unklare Abgrenzung zu M. cinerea.
246 Fruchtschichtfarbe dunkelgrau bis fast schwarz wie M. scopiformis (wirkliches Merkmal?) --> Mollisia inferiseptata, siehe IW133, IW195
Sp. 6-9(10,5) lang, ellipsoid bis einige wenige schwach keulig, nur wenige gebogen, OCI = 0-1, Apothezien bis ca. 2 mm im Dm., Apikalring verwaschen blau, Marginalzellen gern dickwandig verharzt (kann aber auch mit Alter zusammenhängen), die kroatische Originalbeschreibung beschreibt fast doppelt so große Sporen, welche vollständig oder zur Hälfte schon im Ascus septiert sein sollen (= Altmaterial).
246* frei
250 einige oder viele Sporen über 3,1 breit --> 255
250* Sporenbreiten so gut wie nie über 3,1 --> 268
255 Sp. nur jung ellipsoid, schnell stumpf breitspindelig bis stumpf keulig, reif mitunter bummerangartig geknickt, 8-12 x 2,6-3,2, Apothezien älter gekräuselt-gefaltet, bis 2,5 mm breit, oft ausgeprägter flächiger Filzteppich (Subikulum) unter den Apothezien, waagerecht liegende, verschlungene Hyphen des Subhymeniums bräunlich (nicht immer), von der Wasserversorgung her oft gemischt wachsend, also feucht (z.B. unterseitig liegendes Substrat) und gleichzeitig auch offener (z.B.oberseitig oder an der Seite des gleichen noch Substrats) wachsend --> Mollisia lividofusca
255* Sp. tendenziell breiter noch als 3,2, teilweise sogar über 3,5 --> 260
260 Sporenbreite im Durchschnitt breiter als 3 (8-13 x 3-4), wenig gebogen, beizeiten oder alt mit Septum, ältere Apos wellig verbogen, eher an Bodenholz zu finden --> Mollisia undulatodepressula
260* Sp. um 9-14(15,7) x 2,8-3,6, normal entwickelte Sporen streng ellipsoid, erst mit Überreife keulige Form möglich, Rindenzellen banal, etwas gestielt, Rand makroskopisch aber oft glatt, jung ziemlich dickwulstig und an ventosa erinnernd, älter Fruchtschicht gern hügelig-uneben in der Mitte der Scheibe, aber nicht gekräuselt-gefaltet, Wachstum nicht offen, sondern dauerfeuchtigkeitsversorgt --> Mollisia “capriola“ (IW101, IW142), zuerst als Mollisia spec. (near-obscura) benannt
268 Sporenbreiten bei durchschnittlich 2,5 (+-0,2) ---> 270
268* Durchschnitt der Sporenbreiten unter 2,5 ---> 280
270 Mollisia-cinerella-(iw102)
Sp. 8,5-12 x 2,5-2,9, kugelige Excipulumzellen braunfleckig inkrustiert, Paraphysen recht breit und basal 3-4x septiert, Marginalzellen als vielfach septierte längere Haare, Rindenzellen klar abstehend und birnförmig bis keulig;
Bemerkung Juli 2022:
Die Sequenz trifft sich in Genbank mit anderen, welche mit Mollisia minutella benamt sind und sich sequenztechnisch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Mollisia lividofusca befinden.
Bei Saccardo war minutella ursprünglich eine Varietät zu Mollisia cinerea, welche auf Kräutern wächst, inzwischen gilt sie wohl als Synonym zu Mollisia/Pyrenopeziza revincta.
Wenn minutella also ein Kräuterbewohner ist, kommt der Name für den Fund hier nicht in Frage, deshalb bleibt zunächst der Name Mollisia cinerella bestehen.
Eventuell identisch mit Mollisia-spec-(melaleuca-clade)-IW033
Sp. 9,8-12,2 x 2,6-3,1.
270* Rindenzellen banal, unauffällig und nicht separat abstehend ---> 275
275 Sp. 7-11(12) x 2,2-2,9 --> Mollisia cinerea
IKI = bb, Haken+, KOH-, Ectal-Exc. vital am Anwuchs fast ausnahmslos kugelzellig, Apos meist an Bodenholz, älter discinoid gekräuselt, oft gedrängt, Sporenlängen durchschnittlich unter 10, aber einzelne Ausreiser trotzdem manchmal mit Längen bis 12,13 oder sogar fast 14 (siehe IW088).
275* Sporenform wie bei M. cinerea, aber Apos mit schwachem Subikulum und schattigem Inhalt(?) in den Sporen, Apos weniger randwulstig und in der Außen-/Innenfarbe einheitlicher hellgrau/dunkelgrau(?), Ect.-Exc.-zellen mit deutlichen lichtbrechenden Kugeln(?) --> Mollisia cinereoolivascens cf. IW065
(erst einmal gefunden, genetisch gehört sie nicht in den Bereich um M. cinerea, sondern befindet sich bei Mollisia undulatodepressula und cinereoolivascens).
280 Mollisia cf. cinerea (IW154) Einzelfund (nur LSU vorhanden, deshalb keine klare Zuordnung), Asci nur 5-6 breit, Apothezien fast ohne Randwulst, Sporen eher stumpfspindelig und schmäler als bei M. cinerea, nämlich nur 2-2,5(2,7) breit;
280* frei
290 Sporen-OCI = 0-1 (2-3 winzigste Tropfen, oft irgendwie schattig-kleinfleckig nicht nur am Pol möglich), Sporen ellipsoid --> siehe Mollisia cinerea
290* OCI etwas deutlicher 1 oder 1+ --> 300
300 Sporen durchschnittlich unter 10 lang --> 320
300* Sporen durchschnittlich über 10 lang --> 350
320 Sporen klar unter 10, auch unter 8 --> 325
320* Sporen nur durchschnittlich unter 10, also einige auch darüber --> 337
325 Vakuolen in Paraphysen und abstehenden Zellen unauffällig, nicht lichtbrechend wie in Mollisia --> 335
325* Vakuolen lichtbrechend, vital meist zylindrisch, später zerfallend --> 330
330 Sporen 7,2-8,3 lang, Asci nur bis 45, an Besenheide (Calluna) --> Mollisia callunae
330* Asci länger bei 60-80, an Holz, Sp. mit schattigem Inhalt ---> Mollisia olivaceocinerea (mallochii) cf.;
335 Sporen bis 8 lang --> 210
335* normal reife Sporen unter 6,5 lang, OCI um 2 oder weniger --> Pyrenopeziza aquosa
Sporen auch eiförmig, hier gibt es 2 verschiedene aquosas.
1. die echte aquosa:
Pyrenopeziza aquosa FP272, iw132: Sporen haben winzige Tröpfchen (OCI=1-2), Asci 30-45(55) x 4,5-6,2, mit Psilachnum-Tropfen in den Asci;
2. die falsche aquosa in der caespiticia-clade:
Pyrenopeziza aquosa IW054: Sporen haben je Pol einen deutlichen Tropfen und mehrere kleine (OCI=2-2,5), Asci 40-60 x 5,8-6,7, vital kein Psilachnum-Tropfen in den Asci;
337 Sporen ellipsoid, in Seitenansicht oft wie ein Brot --> 345
337* Sporen ellipsoid, aber etliche zu einem Sporenpol hin auch leicht verschmälert, clavat --> Mollisia inferiseptata (hat oft fast schwarze Apothezien wie M. scopiformis, OCI 0,5-1,5, verhältnismäßig lange Paraphysen, Apikalring + IKI nur schwach blau, dicke Subikulumhyphen unter dem Becher und oft eine Schicht braune +- zylindrische liegende Zellen im Subhymenium).
345 Sporen ellipsoid, seitlich betrachtet sehen einige wie ein Brot aus, 8-11(12) x 2,6-3,3, kleine Tröpfchenansammlungen bis OCI = 2 in den Sporenpolen --> Mollisia oblonga und M. nodosa (zur Unterscheidung noch nichts gefunden).
Apos wachsen an Bodenholz, Rand kann wellig werden, aber das gesamte Apo ist nie so stark gekräuselt wie z.B. bei M. cinerea oder lividofusca, hellgrau bis dunkelgrau, Wulst oder Randbereich meist heller, sehr häufige Art, gern vergesellschaftet mit anderen Pilzarten;
345* Sporen mit schattigem, kaum definierbarem Inhalt --> Mollisia mallochii;
350 Sporen mehrheitlich ellipsoid --> 360
350* Sporen anders geformt (stumpfspindelig, spindelig oder keulig) --> 400
360 Sporen ellipsoid mit OCI = 2 --> Mollisia oblonga clade pseudofusca, wie M. olivaceocinerea, aber längere Sporen, diese ellipsoid 9-14 x 2,7-3;
360* Sporen ellipsoid mit OCI = 1 --> Mollisia alni-corticis (= Mollisia benesuada), 9-15 x 2,7-3,2;
400 Sporen schwach keulig, ein Sporenpol meist schmäler als der andere, 9-15 x 2,5-2,9 --> Mollisia alni-corticis-dark iw105
Apos im Gegensatz zur echten alni-corticis dunkelgrau, größer und auf Subikulum wachsend, KOH-;
400* Sporen zuspindelnd, besonders im Alter, 9-15(17) x 2,4-2,9 --> unklare Art, vgl. mit Mollisia velenovskyi;
500 Substrat Kräuter --> 510
500* Substrat anders --> 800
510 Sporenlänge unter 10 μm --> 520
510* Sporenlänge 10 μm erreichend und/oder darüber --> 550
520 Sporen apfelkernförmig und Substrat Reynoutria --> Mollisia clavata aff.,
Sporen um 7 x 1,9, P-Vakuolen = KOH-negativ;
520* Sporen anders --> frei
550 Sporen ellipsoid --> 560
550* Sporen keulig --> 570
560 OCI = 0 --> Mollisia spec. (Pelargonium),
recht helle Apothezien, Sporen um 8-11 x 2,4, OCI = 0, mit ausgeprägt keulig-gestielten Rindenzellen, deshalb makroskopisch gefranst;
560* OCI = 1,5-2 --> Mollisia albomarginata cf. (Rubus), siehe IW290, differiert in ca. 10 Basenpaaren von Mollisia albomarginata an Holz
570 Sporenlängen durchschnittlich klar über 10 --> 600
570* Sporenlängen bei 10 --> 650
600 Auf Eupatorium (Wasserdost), Sporen um 13 x 2, OCI = 2 --> Mollisia coerulans (Eupatorium)
600* Substrat anders --> 610
610 Sporen schwach keulig bis keulig gebogen, 10-15 x 2, OCI = 1 --> Mollisia coerulans (Hypericum)
610* Sporen spindelig bis spindelig gebogen, 11-19 x 1,9-2,5 --> Mollisia solidaginis
Nur jung mit Randwulst, grau bis braungrau mit heller abtrocknendem Randbereich (nicht hellere Randfasern), älter mittelstark wellig, an Goldrute, Japanknöterich, wahrscheinlich noch mehr Substrat; eventuell ist M. coerulans (Eupatorium) nicht verschieden.
650 Sporen pyrenopezizaförmig keulig, um 9 x 2, Vakuolen KOH-negativ --> Mollisia revincta
an Filipendula (Mädesüß) OCI = um 0
an Lysimachia (Gilbweiderich) OCI = um 2
650* Sporen ebenso, aber Vakuolen KOH-positiv --> 670
670 Sporen um 9 x 2, KOH schwach positiv --> Mollisia revincta (Epilobium)
670* Sporen 9-11 x 2-2,8, KOH+ (Stärke unterschiedlich) --> Mollisia clavata (= alcalireagens), erdnah an Rubus (Him- und Brombeere), 1x was nah verwandtes an Lärchenzapfen.
800 an Gräsern --> 810
800* an Blättern von Bäumen oder weiterem Substrat --> 1300
810 Apikalring + IKI = nicht rot --> 850
810* Apikalring + IKI = rot --> 820
820 Sporen unter 20 lang --> 825
820* Sporen über 20 lang --> 830
825 Sporen zwischen 11 und 17 lang, auf Hüllblätter von Typha (Rohrkolben) --> Mollisia (cf.?) lothariana
825* Sporen zwischen 11 und 17 lang, auf Hüllblätter von Sesleria (Blaugräser) --> Mollisia lothariana
830* Sporen reif mit Werten auch über 39 --> Mollisia filispora (im Sinn der Belonopsis)
Sporen bis 3x septiert, auf Süßgras, oft dünnes, haariges wie Brachypodium (Waldzwenke)
830 Sporen unter 39 --> 835
835 auf Süßgras (Poaceae) --> Mollisia pulla
Sporen mit OCI =4-5, mittelgroße Guttulen, beizeiten (schon im Ascus) 3-5x septiert, Apothezien erst weiß, an Calycina herbarum erinnernd, später mit eierlikörfarbener Fruchtschicht und brauner Außenseite, auf Süßgräsern (z.B. Phragmitis (Schilf), Phalaris (Rohrglanzgras), Elymus (Quecke);
eventuell nochmal Unterscheidung bei Sporenlängen unter 30 als cf-pulla?
835* auf Sauergräsern (Cyperaceae) --> Mollisia pilosa
Sporen mit OCI 3-4, viele kleine Guttulen, Apothezien hellgrau bis grau, relativ dick, meist Carex (Segge)
850 IKI-Reaktion blau --> 870
850* IKI-Reaktion des Apikalrings negativ --> 860
860 Mollisia phalaridis
Sporen 17-27, KOH+, mit Kristallen, auf Süßgräsern, meist Phalaris (Rohrglazgras)
860* frei
870 mit Haken --> 900
870* ohne Haken --> 880
880 Sporen unter 35 lang --> 890
880* Sporen über 35 lang --> Mollisia asteroma
Sporen ca. 43 x 3, Sauergräsern, z.B. Blattscheiden von Carex
890 Sporenlängen in den Zehnern --> 895
890* Sporenlängen in den 20igern --> Mollisia “pseudopalustris“
KOH-, Carex (Segge)
895 an Carex (Segge) --> Mollisia deuncinata
Sporen 8-16, OCI = 1, Apos grau bleibend
895* an Phragmitis (Schilf) --> Mollisia retincola
Sporen 17-23, OCI = 3, Apos jung grau, schnell gelblich
900 Sporen durchschnittlich über 12 lang --> 910
900* Sporenlängen im Bereich 4-12 -- > 960
910 Sporen kürzer als 50 --> 915
910* Sporen über 50 lang --> Mollisia excelsior
Sporen 63-84, 8-zellig, Apothezien erinnern an Vibrissea, z.B. an Phragmitis (Schilf)
915 Sporenlängen um 20 oder darüber --> 920
915* Sporenlängen klar unter 20 --> 930
920 aus Scutum entspringend, Apo-Außenseite schwarz -- > Mollisia melatephra
Apos recht winzig, unter 1mm, Außenseite schwarz, Sporen 18-22 lang, Schoenoplectus (Teichbinse)
920* Apos ohne Scutum --> 923
923 KOH-positiv --> 925
923* KOH-negativ --> 927
925 Sp. reif mit 3(4) Septen--> Mollisia mediella
OCI = 4, Sp. 17-26 x 2,3-3, an Phragmitis (Schilf)
925* Sp. reif höchstens 1x septiert --> Mollisia retincola
OCI = 3, Sp. 17-23, an Phragmitis (Schilf)
927 KOH-negativ --> Mollisia luctuosa
Sporen 19-22 x 2,7-3,3 lang, OCI = 3, an Carex (Segge)
927* Platzhalter
930 Sporenbreite klar unter 3 --> 940
930* Sporenbreite bei oder über 3 --> 937
937 an Strandhafer, Sporen nicht septiert --> Mollisia “nordica“
Sporen 13-17 x 3,4-3,9, OCI = 1,5, an Ammophila (Strandhafer)
937* an Seggen, Sporen schon im Ascus mindestens einmal septiert --> 925 Mollisia luctuosa
940 auf Süßgräsern --> 943
940* auf Sauergräsern --> Mollisia “pseudochionea“
Sporen verbogen spindelig, Pole auffällig zugespitzt, 10-14 x 2-2,5, auf Carex (Segge)
943 OCI = 0 --> 944
943* OCI > 0 --> 948
944 Excipulumzellen auffällig schwarz verdickt -->Mollisia cf. submelaena
Apos dunkelgrau, fast schwarz, Sporen 11-14 x 2-2,5, reif schnell 1x septiert, Paraphysen z.T. spatelförmig
944* Excipulumzellen normal ---> Mollisia-palustris-cf-(OCI=0_Poac)-240512-iw261
Apos grau, Sp. im gleichen Bereich, mehrheitlich etwas keulig, Paraphysen normal zylindrisch, OCI = 0
948 OCI = 1-2 -- > 950
948* OCI = 3 -- > Mollisia cf. poaeoides
Sporen 12-15, OCI = 3, Calamagrostis
950 an Phragmitis oder Typha--> 952
950* an anderen Süßgräsern --> Mollisia “Poaceae“
Sporen 11-14, OCI = 1-2, Phalaris (Rohrglanzgras)
952 Sp. vielfach schmalellipsoid, aber auch einige keulig, OCI = 0,5-1,5 --> Mollisia hydrophila
Apos werden erwachsen wässriggrau, verlieren ihre Randwulst und sind kaum pulvinat (konvex), sie nabeln eher im Zentrum, Sporenlängen im Bereich 9-14 x 2,2-2,6, an Phragmitis
952* Sp. mehrheitlich extrem einseitig zuspitzend, Sporenlängen ebenfalls im Bereich 11-14(15) --> “Mollisia tomentosa“ iw223
ist KOH-, = Pulvinata tomentosa
Im Bereich um M. hydrophila gibt es weitere verschiedene “Sippen“, welche noch aufgearbeitete werden müssen, siehe in Zottos “in vivo veritas“ bei Mollisia hydrophila und den cfs. und affs.
960 Sporenlänge bei 10 (+-2) --> 1100
960* Sporen klar kürzer als 10 --> 965
965 Sporen über 1,5 breit --> 1000
965* Sporen unter 1,5 breit --> 970
970 OCI = 0 --> 975
970* OCI = 2 als meist großer Tropfen je Pol --> Mollisia phragmitis
Sporen 5-6 x 1,2-1,4, beinahe allantoid
975 Paraphysen KOH-positiv --> 980
975* Paraphysen KOH-negativ --> 990
980 Sporen 6-8 x 1,2-1,4, an Molinia --> Mollisia cf. caricina FP325
980* --> frei
990 Sporen 5-6 x 0,9-1,4, auf Phalaris (Rohrglanzgras), Molinia (Pfeifengras)
Mollisia cf. caricina (Poaceae)
990* Sporen 6-9 x 1,2-1,4, auf Typha --> Mollisia cf. caricina (Typha), siehe 4 Zeilen weiter unten!
1000 KOH-negativ --> 1010
1000* KOH-positiv --> Mollisia “Poaceae (Sp8x1,8)” iw078
Sporen 7-9 x 1,7-1,8, OCI = 2, an Festuca (Schwingel)
1010 Sporenbreiten klar über 1,5 bei 2 -- > 1030
1010* Sporenbreiten bis höchstens 1,7, meist darunter -- > Mollisia cf. caricina (Typha) FP381, IW035
6-9 x 1,4-1,7, OCI = 0-1, an Typha
6-9 x 1,1-1,3, OCI = 0, an Typha
1030 Sporen keulig --> 1040
1030* Sporen ellipsoid --> Mollisia palustris iw122
Sporen 6-9 x 1,8-2,2, OCI = 1-1,5, an Carex (Segge)
1040 auf Typha --> Mollisia epityphicola IW019
7-9,5 x 2-2,3, OCI = 1, Apikalring + IKI = bb
1040* auf anderem Süßgras --> Mollisia cf. palustris FP308
6-9 x 1,8-2,2, OCI = 1-1,5
mikroskopisch identisch zur vorigen Art, phylogenetisch angeblich was anderes, allerdings überzeugt die Platzierung der epityphicola in die Nähe zu alcalireagens (= clavata) nicht wirklich.
1100 nicht an Juncus (Binsen)--> 1120
1100* an Juncus (Binsen) -- > 1110
1110 Sp. ellipsoid --> Mollisia “Juncus Sp. ellipsoid“
Sp. 8-13 x 2,2-2,8, ellipsoid, OCI = 2, weiß oder dunkelgrau (oder nochmal trennen?)
1110* Sp. keulig --> Mollisia-Juncus-(white) (Apos weiß) oder Mollisia juncina (Apos braun)
1120 nicht an Phragmitis (Schilf) --> 1130
1120* an Phragmitis (Schilf) --> Mollisia hydrophila
Sporen 9-12(15?) x 2-2,6, KOH- oder KOH+
1130 an Süßgräsern --> 1150
1130* an Sauergräsern --> 1140
1140 an Segge (Carex) --> Mollisia “multiguttulata“ IW023
10-12 x 2,2-2,7, OCI = 1-2. KOH-
1140* frei
1150 Sporenbreite bei oder über 2 --> 1155
1150* Sporenbreite unter 2 --> Mollisia-palustris-aff-200628-IW076-TUF134391
8-11 x 1,7-1,9, OCI = 2, beinahe biguttulat
1155 Sporen hauptsächlich keulig ---> 1160
1155* Sporen hauptsächlich ellipsoid ---> Mollisia “palustris (Molinia_Sp-ellips)“
Sporen 8-11 x 2,2-2,7, OCI = 1-2, winzige Tröpfchen, Sporen meist ellipsoid bis schwach keulig, an Molinia (Pfeifengras)
1160 OCI = 0-1 --> Mollisia “palustris (Molinia_Sp-clav)“ iw267
Sporen 8-10,5 x 2-2,4, Sporen meist keulig, an Molinia (Pfeifengras)
1160* OCI = 2-3 --> Mollisia poaeoides (FP163), Sporen 8-13 x 1,8-2,4, OCI = mittelgroße Tröpfchen, deutlich keulig, an Süßgräser, z.B. Calamagrostis (Landreitgras), vgl. aber auch Mollisia juncina
1300 an Blättern --> 1320
1300* an Farn --> 1400
1320 an Blättern von Eiche --> Mollisia nervicola
1320* an Blättern von Weide --> Mollisia cf. nervicola
1400 an Adlerfarn --> Mollisia pteridina
Sporen keulig, 8-10 x 2-2,5, OCI = 1-2
1400* anders --> offen