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ASCO-SONNEBERG - Mollisia-Key I. Wagner

Mollisia-Key

Posted by Pilzkopf (weinkeller5) on 03/02/2022
Mollisia-Key I. Wagner >>

MOLLISIA
Ingo Wagner, 25.02.2024
Beinhaltet nur selbst untersuchte Arten.
Kennzeichnend für Mollisia-Arten sind lichtbrechende Paraphysen-Vakuolen mindestens im vitalem Stadium und abgerundet anguläres bis kugeliges braunes Ectal-Excipulum, welches mit KOH (20%) olivgrün bis grün verfärbt.
Neben wirklichen Mollisia-Arten sind im Schlüssel auch einige wenige “unwirkliche“ Mollisia-Arten eingearbeitet wie z.B. Holz-Pyrenopezizen ohne lichtbrechende Vakuole, welche offiziell teilweise noch Mollisia heißen.
Provisorisch benamte Ergebnisse kann man auf asco-sonneberg einsehen. Eventuell sind Einzelfälle aber nicht hochgeladen, dann bei Interesse Kontakt per E-Mail suchen.
Bei den geschlüsselten Arten handelt es sich nur um eine Auswahl. Immer wieder finde ich nicht einordenbare, mir unbekannte Arten oder lese im Internet von Funden, die ich mit den gegebenen Merkmalen nicht zuordnen kann.
Für Bestimmversuchen eignet sich vorrangig vitales reifes Material. Optimal sind turgeszente Funde, also abschussbereite Asci (sieht man im Mikro, wenn die Sporen abgeschossen werden).
Un- und überreifes Material bereitet große Schwierigkeiten bei der Zuordnung, da Sporenmaße, -inhalte und -formen (Hauptkriterien) sich in den Zuständen abweichend verhalten können.
 
Als zusätzliches Hilfsmittel gibt es einen Holz-Mollisia-Sporenvergleich per Bild:
 
OCI = oil content index (nach Baral):
0 = kein Öl
1 = ca. 3 % Ölinhalt
2 = ca. 10 % Ölinhalt
3 = ca. 25 % Ölinhalt
4 = ca. 50 % Ölinhalt
5 = ca. 80 % Ölinhalt
 
 
Zellen desEctal-Excipulums erscheinen bei Zugabe von KOH im Mikroskop oliv, bei hellen Apothezien werden sie fast grün --> 2
1* genannte Zellen mit KOH nicht oliv bis grün --> keine Mollisia
Mollisia ramealis auf liegenden toten Birkenästen mit cremeweißer, später braunfleckender Fruchtschicht und brauner Außenseite, deren Ectal-Excipulum mit KOH gelbbraun bleibt und deren spindelige Sporen (20-30 lang) einen OCI = 4 aufweist, ist keine Mollisia sondern gehört von der Abstammung her in die Gegend um Dibeloniella.
 
2  Substrat Holz inklusive Rinde, Zapfen, Fruchtschalen o.ä. --> 3
2* Substrat anders--> 500
 
3   Apikalring IKI-positiv   --> 10
3* Apikalring IKI-negativ --> 5
 
5   Vakuolen nicht lichtbrechend --> 7
5* Vakuolen vital lichtbrechend --> Apo-Außenseite haarig-filzig, was aber nur im noch nicht verflachten gesunden Zustand zu sehen ist --> Mollisia ligni
Sp. 7-10 x 2,2-2,5, mehrheitlich keulig, OCI = 1,5, KOH-, Haken+, Apo-Außenseite mit bis zu 50 µm langen zylindrischen bis leicht keuligen braunen Haaren, Apo mit dünnem weißen Rand, wächst meist trockentolerant ohne direkten Bodenkontakt. Ausnahmen wären abgefallene Äste.
 
7  Sp. 5-8 x 1,5-1,8 --> Pyrenopeziza caespiticia
erst graue, dann ockerbraune oder gar gelbliche Apothezien, OCI = 2 (je eine Pol-Guttule), KOH-, Haken+, Paraphyseninhalt unauffällig, nicht lichtbrechend, Randwulst wenig ausgeprägt, ähnliche Arten bei Pyrenopeziza aquosa, subviridula, “Mollisia“ sublividula;
7* frei
 
10   Apikalring mit Lugol bb (blau) oder b (schwach blau) anfärbend --> 20
10* Apikalring mit Lugol anders als blau --> 15
 
15 wenigstens ein Teil der Pori mit Baral´scher Lösung rb (violett, weinrötlich) ---> Mollisia (Haglundia) elegantior
Apos groß (bis 6 mm), mit Subikulum und mehrzelligen Haaren, Sp. 10-13 x 3-4, reife Asci über 100 lang, Haken+, an dickem morschen Eichenholz, bodennah, meist Stubben
15* Porus rr (rot) --> Platzhalter!
 
20 Apo-Außenseite (Flanke) makroskopisch nicht auffällig filzig,
am Rand und der Flanke ist aber eine feinfaserige Bewimperung möglich --> 30
20* Apo-Außenseite makroskopisch filzig (Achtung, das kann man bei verflachten Apos und bei Nässe übersehen), Marginalfasern/ Haare länger als 40
--> 21
 
21 an Rosengewächsen und Asci ohne Haken --> Mollisia rosae
ausgeprägtes Subikulum, Porus = bb, Haken-, KOH+, Sp. 8-10 x 2,4-3,2, OCI = 1,5-2;
21* Substrat anders oder Asci mit Haken --> 22
 
 
22 an Prunus-Arten (Kirsche, Schlehe usw.) --> Mollisia prunicola
Sp. 11-13 x 2,7-3,2, OCI = 3-4, Porus = bb, Haken+, KOH+;
22* Substrat anders --> 23
 
23  Substrat Vaccinum uliginosum --> Mollisia vaccini
23* Substrat anders --> 24
 
24* Substrat dick (alte Stubben oder dicke Äste), Laubholz, wahrscheinlich Eiche, Substrat, oberflächlich vermulmt, Apothezien für Mollisia mit 1,5 – 4 mm oft auffällig groß und teilweise im Mulm eingesenklt --> 25
24 Substrat dünner --> vgl. Richtung Mollisia velebitica    
 
 
25   Sp. über 3 breit, mehrheitlich über 10 lang --> Mollisia (Haglundia) elegantior, siehe 15
25* Sp. unter 3 breit, mehrheitlich unter 10 lang --> Mollisia olivascens (Haglundia perelegans),
Sporen OCI = 0-0,5, ellipsoid, ältere Sporen zuspindelnd, Paraphysen KOH+,
 
30 abstehende Zellen mikroskopisch relativ kurz, als 1-3-gliederige Fasern ausgeprägt, an Flanke braun und birnförmig, zur Margo hin gestreckter keulig oder zylindrisch, unter 40 lang, marginal kann eine abstehende Feinfaserigkeit per Auge erkennbar sein --> 40
30*  abstehende Zellen zwar makroskopisch eher nur feinfaserig abstehend, aber mikroskopisch mehrgliederig mit längerer Basis, wobei diese Beinahe-Haarzellen seitlich nicht miteinander verwachsen sind und teilweise länger als 40 --> 35
 
35 Haarähnliche Zellen um 50 lang, bis 5-gliederig mit keuliger Apikalzelle, Sporen um 9-12 x 2,6-2,9, makroskopisch wie M. lividofusca, mikroskopisch fast cinerea, Excipulumzellen dunkel wie mit Exsudat behaftet --> Mollisia cinerella (iw102)
35* Es gibt da auch eine Mollisia velebitica auf Calluna mit M. rosae-Habitus
 
40  Vakuolen der Paraphysen/Endzellen = KOH-positiv ---> 45
das bedeutet bei KOH-Zugabe (3% bis 20%) ins Wasserpräparat sorgt die zerstörte Vakuole dafür, dass eine zitronengelb gefärbte Substanz austritt, bei angeschlagenen oder älteren Apothezien kann diese Gelbreaktion in den Paraphysen und Endzellen „steckenbleiben“, was auch passiert, wenn das Apothezium direkt in KOH gelegt wird  --> 45
40* Vakuolen der Paraphysen/Endzellen = KOH-negativ --> 200
 
45   reife Sporen nicht unter 10 --> 67
45* reife Sporen nur oder auch unter 10 --> 50
 
50. OCI = 0 --> 55
50* OCI > 0 --> 60
 
55   Sp. um 2,5, also sowohl darunter als auch darüber--> 56
55* Sp. kaum über 2,5 breit--> 59
 
 
56 Sp. ei- bis tropfenförmig, 7-10 x 2,4-2,9(3) --> Mollisia scopiformis (= “pyrenopezizoides“ ss. Gminder)
OCI = 0, IKI = bb, Haken+, KOH+, Ectal-Excipulum kugelzellig, Rindenzellen nicht selten aus 3 kurzen Zellen bestehend, einige Apikalzellen wie halbiert (wie halbkugeliger Hut), ausgeprägtes Subikulum (Hyphen z.T. dickwandig), Apos durchfeuchtet fast schwarz, an dickem Holz mit gutem Bodenkontakt, oft Eiche (Quercus), aber auch Nadelholz;
56* Sporen hauptsächlich ellipsoid --> 57
 
57. KOH-Reaktion deutlich ---> 58
57* KOH-Reaktion nur schwach ---> Mollisia “albomarginata“ nom. prov.,
die Art steht sequenztechnisch bei Mollisia ulicis und ist recht gut festgelegt. Mikro- wie Makroskopische Einordnung ist schwierig.
Schmalellipsoide, wenig gebogene Sporen mit vergehend in der ganzen Spore verteilten Winztropfen ist eher schwach als Merkmal anzusehen, Sp. 9-12 x 2,2-2,8, Subikulum vorhanden.
 
 
58 Sp. 6,5-9,2 x 2,2-2,8 --> Mollisia nigrescens aff. (IW092), noch unklare Art, sieht makroskopisch wie cinerea aus, hat aber Sporen unter 10 Länge, mag wahrscheinlich luftiges Wachstum, steht genetisch bei Mollisia nigrescens, welche aber längere Sporen besitzt und makroskopisch anders aussieht.
58* 8-12 x 2,5-3 -->= Mollisia scopiformis cf. (ellipsoidsporig),
noch namenlose Spezies, von der Mikroskopie her nahe bei M. scopiformis, deutlich KOH+, mit ellipsoiden Sporen und Subikulum.
 
 
 
59  Sp. 8-10 x 2,2-2,4, OCI = 0 (lethal Tröpfchen bildend?), --> Mollisia ulicis cf. FP411,Sp. mehrheitlich schmal-ellipsoid bis schmalspindelig, KOH+ (nur schwach);
Abweichler FP411 ist womöglich Vertauschung, da Mikro mit zu kleinen Sporen nicht zum Sequenzergebnis passt;
59* Sporenbreiten 2,2-2,8, vital OCI = 0, aber nachlassend an Vitalität mitunter wie mit Inhalt von 1-1,5, Apos sehr hell, --> 62
 
60 Sporen zum großen Teil eiförmig wie bei Mollisia scopiformis, auch clavat, aber mit OCI = 1,5-2 --> Mollisia pseudoscopiformis(IW108) ---> Ergebnis war auch scopiformis, Inhalt war wahrscheinlich nicht Öl, sondern angegriffen vakuolär.
60* Sporen nicht eiförmig--> 62
 
62. Sporenlängen durchschnittlich über 10, flächiges Subikulum vorhanden ---> 64
62* Sporenlängen durchschnittlich unter 10, kein Subikulum, aber Ankerhyphen unter den Apothezien ---> 65
 
 
64. Sp. 9-14(15) x 2,6-3, OCI = 0,5-1,5, wuchtige Endzellen wie Mollisia fusca, KOH-Reaktion deutlich+, lange Asci, Subikulum meist deutlich vorhanden --> Mollisia fusca aff. (Sp 2,6-3), (= IW145, nur LSU), in Sequenzbaum in der Nähe zu einer Trimmatosporium betulinum, vgl. auch FP217 (hier aber ITS).
64*Sp. vital durchschnittlich über 2,5 breit, Länge 11-13(15), OCI = 0,5-1,5, mit auffälligen Rindenzellen, KOH-Reaktion schwach --> Mollisia fusca cf. (KOH-schwach) (=FP414), kaum von vorhergehender unterscheidbar.
 
 
 
65 Sp. um 8-11 x 2,3-2,9 --> Mollisia albogrisea mit NFF Phialocephala piceae
Sp. schmalellipsoid bis angedeutet keulig, älter stumpfspindelig, +- gerade, höchstens ca. 5% schwach gebogen, OCI = 0,5-1,5 (mit nachlassender Vitalität erhöht sich der Eindruck eines größeren OCI), Asci nicht über 60 lang(!), vital sind häufig kugelige Vakuolen in den Asci-Basen möglich (wie Psilachnum-Tropfen), diese sind vital fast immer auch in einigen Excipulumzellen vorhanden, Apos jung sehr hell, später grau vom Zentrum her, ohne flächiges Subikulum, IKI = bb, Haken+, KOH+(stark), Apos jung weiß und an Hyaloscypha erinnernd, meist erst mit Randwulst, oft aber schnell verflachend oder sogar konvex und dadurch die Randwulst verlierend, Rand meist feinst fusselig, bei Entwicklung in der Dose nicht selten kleine dunkle Stielchen bildend oder zumindest nicht in voller Fläche auf dem Substrat aufliegend  (Streckung nach Licht?);
65* Apos von weiß bis schwarz, meist gleichmäßig graubraun mit Subikulum, am Randwulst höher und weniger oft weiß wie es bei albogrisea der Fall ist, KOH nur schwach, Sp.vitalschmal und durchschnittlich unter 2,5 breit, die Anzahl gebogener Sporen ist wesentlich höher und die Form ist weniger spindelig als bei albogrisea, eher schmalellipsoid --> Mollisia albogrisea aff. (IW091, FP418, FP414, vgl. aber auch IW092 =Mollisia aff. nigrescens, Sp. ellipsoid, 7-11 lang, einige krumm, OCI = 0
 
67* Sporenbreite bei und über 3,2 --> 80
67   Sporenbreite unter 3,2 --> 70
 
70   Sporen tendenziell spindelig (fraglich) --> 72
70* Sporen in der Mehrzahl ellipsoid ---> Mollisia cf. ulicis
Sp. 11-15 x 2,8-3.2, einige nicht selbst unbtersuchte Aufsammlungen bis 4, OCI = 1-2, Subik. oft stark ausgeprägt, Endzellen ähnlich wuchtig wie bei fusca, KOH+(oft schwach), Apos rund, nicht discinoid (IW015, IW050, IW057, IW174)
Hier braucht es neuen Namen, da M. ulicis längere Sporen mit höherem Inhalt hat. Sie soll an Stechginster wachsen.
 
72 OCI = (1)2--> Mollisia fusca
Sp. 10-15 x 2,5-3, +-spindelig, OCI (1,5)2 = polseitige kleine Tröpfchen (um so reifer, desto deutlicher), IKI = bb, Haken+, KOH+ , Asci um 90 lang, deutliches, sehr dunkles flächiges Subikulum (Hyphen z.T. dickwandig), oft auf Borke wachsend, Apo-Rand oft feinfransig durch wuchtige birnenförmige End- und Marginalzellen (z.B. 25 x 8), natürlich gewachsen grau bis dunkelgrau, vergehend auch braun, nachwachsend in der Dose meist weiß mit weißen Basalhyphen;
72* OCI = 0-1 --> Mollisia fusca cf (KOH+) FP 414
KOH oft schwach, sequenztechnisch steht sie in der Nähe der kleinersporigen albogrisea aff. FP418, IW091.
72** 75 OCI = 0,5 bis 1,5 (2 nicht erreichend)--> Mollisia fusca aff. (Aebi) IW063, IW070. IW081, IW111
Sporen 11-15 x 2,5-2,9, KOH nur schwach und vergehend, bisher immer auf Rinde mit deutlichem Subikulum. Oder soll das auch Mollisia fusca sein?
 
80  Apos braungrau, meist mit (feinkörniger) Randwulst -->Mollisia ulicis
Sp. 12-16 x 3-4, OCI = 2-3, klare Unterscheidung zu 80* noch unklar
80*Apos cremeweiß bis hellgrau, eher ohne Randwulst--> Mollisia sericeomarginata (compacta)
unter 1mm, Sp. 12-17 x 3-4,5, überreif beinahe rhombisch, OCI = 2-3, IKI = bb, Haken+, KOH+, Marginalzellen birnförmig, diese auffälliger als banal, kein flächiges Subikulum, eventuell NFF;
 
200 Vakuolen + KOH = negativ:
 
200  Sporen-OCI < = 2 --> 220
200* Sporen OCI  > 2 --> 205
 
205 durchschnittlicheSporenlänge über 10 --> 215
205* durchschnittlicheSporenlänge unter 10--> 210
 
210 Apikalring negativ --> vgl. Pyrenopeziza caespiticia und Mollisia sublividula
210* Apikalring positiv-->vgl.Pyrenopeziza aquosaundMollisia “calluna” und  “sublividula IKI+”.
 
215 Mollisia melaleuca
Sp. 9-14 x 2,4-3, jung ellipsoid, älter zuspindelnd, überreif 1-2x septiert, Asci bis 90 lang, Haken+, IKI = bb, Flanken- und Marginalfasern dünn gestielt, Unterschied zu M. discolor unklar.
Makroskopisches Aussehen schwarz-weiß, aber auch grau und abtrocknend hellgrau.
Bestimmungsproblem ist der OCI, welcher vital deutlich aus mittelgroßen Tropfen besteht (OCI = 3), diese Tropfen sind aber recht labil, in nichtvitalen(?) Aufsammlungen führt das teilweise bis zu OCI = 0, siehe IW033. In Kombi mit jung ellipsoiden Sporen dann mikroskopisch kaum noch als melaleuca bestimmbar.
215* frei
 
220 OCI = 0(0,5) --> 225
220* OCI > 0(0,5) --> 290
 
225 Sporenlänge klar unter 10 --> Mollisia novobrunsvicensis
Sporen 6,4-8,2 x 2,1-2,8, ziemlich einheitlich ellipsoid ohne einseitig zuspitzende Ausnahmen, recht gleichförmig und wenig gebogen, OCI = 0, ohne klar ersichtliche Öltropfen, Excipulumzellen kugelig, Apos nicht auffällig schwarz, durchaus um 2 mm breit, oft randwellig ohne ausgeprägte Randwulst, eventuell Schlammbewohner (Ausprägung von schwarzem Holz unter den Apos [wahrscheinlich kein Subikulum] im Auge behalten als Gegensatz zu cinerea!).
225* nicht DEUTLICH unter 10 lang (also nur knapp unter 10 oder darüber) --> 230
 
230 Sporenlängen größtenteils über 10 --> Mollisia clavate-spored (Quercus), ist eine nom. prov.-Art, bisher an eher dünneren Zweigen von Quercus, meist büschelig durch die Rinde brechend, Sporen deutlich keulig, 11-14 x 2,9-3.4
230* Sporenlängen größtenteils nicht über 10--> 235
 
235 Sporenlängen bei 10 und darüber --> 250 (hier sicherheitshalber zusätzlich auch Weg 240 verfolgen).
235* Sporenlängen 10 kaum erreichend (nur wenige Ausnahmen)  --> 240 (hier besser zusätzlich auch Weg 250 verfolgen).
 
240 Sporenform eher keulig --> Mollisia diesbachiana (clavispora), siehe IW089, IW128, Sporen keulenförmig, 6,5-9,6 lang, bis 3mm breite Apos mit Subikulum, discinoid gekräuselt, grau, abtrocknend sogar weiß, Sporen mindestens jung ovoid, OCI = 0, Marginalzellen mitunter mehrgliederig keulig und gestielt oder palisadenförmig, die kanadische Originalbeschreibung zeigt falsche, nicht zugehörige zylindrische Sporen mit sehr viel Öl, welche aber in den Bildern mit Asci anders aussehen.
Kaum genetische Abweichung gibt es zu einer ebenfalls relativ neuzeitlich beschriebenen Mollisia gibbospora, von welcher die kroatischen Erstbeschreiber der Meinung sind, ein Merkmal wären die Sporen mit buckligen Auswüchsen.
240* Sporen mehrheitlichellipsoid und etwas gebogen, Apothezien bis ca. 2 mm im Dm., durchfeuchtet dunkelgrau wie Mollisia scopiformis, Apo-Außenseite adult braun bis schwarz bis zur Margo --> Mollisia inferiseptata,  siehe IW133, Sp. 6-9(10,5) lang, ellipsoid bis leicht keulig, nur wenige gebogen, OCI = 0-1, kroatische Originalbeschreibung beschreibt fast doppelt so große Sporen, welche vollständig oder zur Hälfte schon im Ascus septiert sein sollen.
 
250 einige oder viele Sporen über 3,1 breit -->  260
250* Sporenbreiten so gut wie nie über 3,1 -->  255
 
255 Mollisia-cinerella-(iw102)
Sp. 8,5-12 x 2,5-2,9, kugelige Excipulumzellen braunfleckig inkrustiert, Paraphysen recht breit und basal 3-4x septiert, Marginalzellen als miteinander verklebte, vielfach septierte längere Haare, Rindenzellen klar abstehend und birnförmig bis keulig.
255* --> Mollisia-spec-(melaleuca-clade)-IW033
Sp. 9,8-12,2 x 2,6-3,1, womöglich dasselbe wie cinerella.
 
260 Sp. nur jung ellipsoid, schnell stumpf breitspindelig bis stumpf keulig, reif mitunter bummerangartig geknickt, 8-12 x 2,6-3,2, Apothezien älter gekräuselt-gefaltet, bis 2,5 mm breit, oft ausgeprägter flächiger Filzteppich (Subikulum) unter den Apothezien, waagerecht liegende, verschlungene Hyphen des Subhymeniums bräunlich (nicht immer), von der Wasserversorgung her oft gemischt wachsend, also feucht (z.B. unterseitig liegendes Substrat) und gleichzeitig auch offener (z.B.oberseitig oder an der Seite des gleichen noch Substrats) wachsend --> Mollisia lividofusca
260* Sp. tendenziell breiter noch als 3,2, teilweise sogar über 3,5 --> 265
 
265 Sporenbreite im Durchschnitt breiter als 3 (8-13 x 3-4), wenig gebogen, beizeiten oder alt mit Septum, ältere Apos wellig verbogen, eher an Bodenholz zu finden  --> Mollisia undulatodepressula
265* Sp. um 9-14(15,7) x 2,8-3,6, normal entwickelte Sporen streng ellipsoid, erst mit Überreife keulige Form möglich, Rindenzellen banal, etwas gestielt, Rand makroskopisch aber oft glatt, jung ziemlich dickwulstig und an ventosa erinnernd, älter Fruchtschicht gern hügelig-uneben in der Mitte der Scheibe, aber nicht gekräuselt-gefaltet, Wachstum nicht offen, sondern dauerfeuchtigkeitsversorgt --> Mollisia spec. (near-obscura), Mollisia lividofusca aff. (near-obscura)
 
270 auf Erlenzapfen in der Streu --> Mollisia amenticola
Sp. 6-10 x 2,2-3, Porus = bb, Haken+, KOH-, Ectal-Exc. kugelzellig
270* direkt auf Holz --> 275
 
275 Sporenbreitenkaum über 2,5, selten bis 2,7 ---> Mollisia cinerea IW154 (nur LSU-Auswertung), Asci nur 5-6 breit, Apothezien fast ohne Randwulst (immer?).
275* Sporen normal auch bis 2,9 ---> 280
 
280  Sp. 7-11(12) x 2,2-2,9 --> Mollisia cinerea
IKI = bb, Haken+, KOH-, Ectal-Exc. vital am Anwuchs fast ausnahmslos kugelzellig, Apos meist an Bodenholz, älter discinoid gekräuselt, oft gedrängt, Sporenlängen durchschnittlich unter 10, aber einzelne Ausreiser trotzdem manchmal mit Längen bis 12,13 oder sogar fast 14 (siehe iw 088).
280* Sporen wie bei M. cinerea, mit schwachem Subikulum und schattigem Inhalt(?) in den Sporen, Apos weniger randwulstig und in der Außen-/Innenfarbe einheitlicher hellgrau/dunkelgrau, Ect.-Exc.-zellen mit deutlicherem lichtbrechenden Kugeln(?) --> Mollisia cinerea (cinereoolivascens) IW065
 
290 Sporen-OCI = 0-1 (2-3 winzigste Tropfen, oft irgendwie schattig-kleinfleckig nicht nur am Pol möglich), Sporen ellipsoid --> siehe Mollisia cinerea
290* OCI etwas deutlicher 1 oder 1+ --> 300
 
300   Sporen durchschnittlich unter 10 lang --> 320
300* Sporen durchschnittlich über 10 lang --> 350
 
320 Sporen klar unter 10, auch unter 8 --> 325
320* Sporen nur durchschnittlich unter 10, also einige auch darüber --> 337
 
325 Vakuolen in Paraphysen und abstehenden Zellen unauffällig, nicht lichtbrechend wie in Mollisia --> 335
325* Vakuolen lichtbrechend, vital meist zylindrisch, später zerfallend --> 330
 
330 Sporen 7,2-8,3 lang, Asci nur bis 45, an Besenheide (Calluna) --> Mollisia callunae
330* Asci länger bei 60-80, an Holz, Sp. mit schattigem Inhalt ---> Mollisia olivaceocinerea (mallochii) cf. iw229;
 
335 Sporen bis 8 lang --> 210
335* normal reifeSporen unter 6,5 lang, OCI um 2 oder weniger--> Pyrenopeziza aquosa
Sporen auch eiförmig, hier gibt es 2 verschiedene aquosas.
1. die echte aquosa:
Pyrenopeziza aquosa FP272, iw132: Sporen haben winzige Tröpfchen (OCI=1-2), Asci 30-45(55) x 4,5-6,2, mit Psilachnum-Tropfen in den Asci;
2. die falsche aquosa in der caespiticia-clade:
Pyrenopeziza aquosa IW054: Sporen haben je Pol einen deutlichen Tropfen und mehrere kleine (OCI=2-2,5), Asci 40-60 x 5,8-6,7, vital kein Psilachnum-Tropfen in den Asci;
 
337 Sporen ellipsoid, in Seitenansicht oft wie ein Brot --> 345
337* Sporen ellipsoid, aber etliche zu einem Sporenpol hin auch leicht verschmälert, clavat --> Mollisia inferiseptata (hat oft fast schwarze Apothezien wie M. scopiformis, OCI 0,5-1,5, verhältnismäßig lange Paraphysen, Apikalring + IKI nur schwach blau, dicke Subikulumhyphen unter dem Becher und oft eine Schicht braune +- zylindrische liegende Zellen im Subhymenium).
 
 
 
345 Sporen ellipsoid, seitlich betrachtet sehen einige wie ein Brot aus, 8-11(12) x 2,6-3,3, kleine Tröpfchenansammlungen bis OCI = 2 in den Sporenpolen --> Mollisia oblonga und M. nodosa (zur Unterscheidung noch nichts gefunden).
Apos wachsen an Bodenholz, Rand kann wellig werden, aber das gesamte Apo ist nie so stark gekräuselt wie z.B. bei M. cinerea oder lividofusca, hellgrau bis dunkelgrau, Wulst oder Randbereich meist heller, sehr häufige Art, gern vergesellschaftet mit anderen Pilzarten;
345* Sporen mit schattigem, kaum definierbarem Inhalt --> Mollisia mallochii;
 
 
350 Sporen mehrheitlich ellipsoid --> 360
350* Sporen anders geformt (stumpfspindelig, spindelig oder keulig) --> 400
 
360 Sporen ellipsoid mit OCI = 2 --> Mollisia oblonga clade pseudofusca, wie M. olivaceocinerea, aber längere Sporen, diese ellipsoid 9-14 x 2,7-3;
360* Sporen ellipsoid mit OCI = 1 --> Mollisia alni-corticis (= Mollisia benesuada), 9-15 x 2,7-3,2;
 
400   Sporen schwach keulig, ein Sporenpol meist schmäler als der andere, 9-15 x 2,5-2,9 --> Mollisia alni-corticis-dark iw105
Apos im Gegensatz zur echten alni-corticis dunkelgrau, größer und auf Subikulum wachsend, KOH-;
400* Sporen  zuspindelnd, besonders im Alter, 9-15(17) x 2,4-2,9 --> unklare Art, vgl. mit Mollisia velenovskyi;
 
 
500  Substrat Kräuter --> 510
500* Substrat anders --> 800
 
510  Sporenlänge unter 10 μm --> 520
510* Sporenlänge 10 μm erreichend und/oder darüber --> 550
 
520  Sporen apfelkernförmig und Substrat Reynoutria --> Mollisia clavata aff.,
Sporen um 7 x 1,9, P-Vakuolen = KOH-negativ;
520* Sporen anders -->frei
 
550 Sporen ellipsoid --> Mollisia spec. (Pelargonium)
recht helle Apothezien, Sporen um 8-11 x 2,4, OCI = 0, mit ausgeprägt keulig-gestielten Rindenzellen, deshalb makroskopisch gefranst;
550* Sporen keulig --> 570
 
570 Sporenlängen durchschnittlich klar über 10 --> 600
570* Sporenlängen bei 10 --> 650
 
600 Auf Eupatorium (Wasserdost), Sporen um 13 x 2, OCI = 2 --> Mollisia coerulans (Eupatorium)
600* Substrat anders --> 610
 
610 Sporen schwach keulig bis keulig gebogen, 10-15 x 2, OCI = 1 --> Mollisia coerulans (Hypericum)
610* Sporen spindelig bis spindelig gebogen, 11-19 x 1,9-2,5 --> Mollisia solidaginis
Nur jung mit Randwulst, grau bis braungrau mit heller abtrocknendem Randbereich (nicht hellere Randfasern), älter mittelstark wellig, an Goldrute, Japanknöterich, wahrscheinlich noch mehr Substrat; eventuell ist M. coerulans (Eupatorium) nicht verschieden.
 
650 Sporen pyrenopezizaförmig keulig, um 9 x 2, Vakuolen KOH-negativ --> Mollisia revincta
an Filipendula, OCI = um 0
650* Sporen ebenso, aber Vakuolen KOH-positiv --> 670
 
670   Sporen um 9 x 2, KOH schwach --> Mollisia revincta (Epilobium)
670* Sporen 9-11 x 2-2,8, KOH+ (Stärke unterschiedlich)--> Mollisia alcalireagens = clavata, erdnah an Rubus (Him- und Brombeere), auch Reynoutria, 1x an Lärchenzapfen
 
800 an Gräsern--> 810
800* an Blättern von Bäumen oder weiterem Substrat--> 1000
 
810 Apikalring + IKI = nicht rot --> 850
810* Apikalring + IKI = rot --> 820
 
820 Sporen unter 20 lang--> 825
820* Sporen über 20 lang--> 830
 
825 Sporen zwischen 11 und 17 lang, auf Hüllblätter von Typha (Rohrkolben) --> Mollisia (cf.?) lothariana
825* Sporen zwischen 11 und 17 lang, auf Hüllblätter von Sesleria(Blaugräser) --> Mollisia lothariana
 
830* Sporen reif mit Werten auch über 39 --> Mollisia filispora(im Sinn der Belonopsis)
Sporen bis 3x septiert, auf Süßgras, oft dünnes, haariges wie Brachypodium (Waldzwenke)
830 Sporen unter 39 --> 835
 
835 Sporen bis 5x septiert --> Mollisia pulla
Apothezien erst sehr hell, reif mit eierlikörfarber Fruchtschicht und brauner Außenseite, auf Süßgräsern (z.B. Phragmitis (Schilf), Phalaris (Rohrglanzgras)
835* Sporen bis 3x septiert --> Mollisia pilosa
Apothezien dick und grau, an Sauergräsern, meist Carex (Segge)
 
850  IKI-Reaktion blau --> 870
850* IKI-Reaktion des Apikalrings negativ --> 860
 
860 Mollisia phalaridis
Sporen 17-27, KOH+, mit Kristallen, auf Süßgräsern, meist Phalaris (Rohrglazgras)
860* frei
 
870  mit Haken --> 900
870* ohne Haken --> 880
 
880 Sporen unter 35 lang --> 890
880* Sporen über 35 lang --> Mollisia asteroma
Sporen ca. 43 x 3, Sauergräsern, z.B. Blattscheiden von Carex
 
890 Sporenlängen in den Zehnern --> 895
890*  Sporenlängen in den 20igern --> Mollisia “pseudopalustris“
KOH-, Carex (Segge)
 
895 an Carex (Segge) --> Mollisia deuncinata
Sporen 8-16, OCI = 1, Apos grau bleibend
895* an Phragmitis (Schilf) --> Mollisia retincola
Sporen 17-23, OCI = 3, Apos jung grau, schnell gelblich
 
900   Sporen deutlich über 10 lang (12 bis…..) --> 910
900* Sporenlängen bei 10 oder kürzer (4-12) -- > 960
 
910 Sporen kürzer als 50 --> 915
910* Sporen über 50 lang --> Mollisia excelsior
Sporen 63-84, 8-zellig, Apothezien erinnern an Vibrissea, z.B. an Phragmitis (Schilf)
 
915 Sporenlängen um 20 oder darüber --> 920
915* Sporenlängen klar unter 20 --> 930
 
920 aus Scutum entspringend, Apo-Außenseite schwarz -- > Mollisia melatephra
Apos recht winzig, unter 1mm, Außenseite schwarz, Sporen 18-22 lang, Schoenoplectus (Teichbinse)
920* Apos ohne Scutum --> 923
 
923 KOH-positiv --> 925
923* KOH-negativ --> 927
 
925 Sp. reif mit 3(4) Septen--> Mollisia mediella
OCI = 4, Sp. 17-26 x 2,3-3, an Phragmitis (Schilf)
925* Sp. reif höchstens 1x septiert-->Mollisia retincola
OCI = 3, Sp. 17-23, an Phragmitis (Schilf)
 
927 KOH-negativ --> Mollisia luctuosa
Sporen 19-22 x 2,7-3,3 lang, OCI = 3, an Carex (Segge)
927* Platzhalter
 
930 Sporenbreite klar unter 3 --> 940
930* Sporenbreite bei oder über 3 --> 937
 
937 an Strandhafer, Sporen nicht septiert -->  Mollisia “nordica“
Sporen 13-17 x 3,4-3,9, OCI = 1,5, an Ammophila (Strandhafer)
937* an Seggen, Sporen schon im Ascus mindestens einmal septiert --> 925 Mollisia luctuosa
 
940 auf Süßgräsern --> 943
940*  auf Sauergräsern --> Mollisia “pseudochionea“
Sporen verbogen spindelig, Pole auffällig zugespitzt, 10-14 x 2-2,5, auf Carex (Segge)
 
943   OCI = 0 --> Mollisia cf. submelaena
Sporen 11-14 x 2-2,5, reif 1x septiert, verdickte basale Excipulumzellen, spatelförmige Paraphysen, KOH-
943* OCI > 0 --> 945
 
 
 
 
945 OCI = 1-2 -- > 950
945* OCI = 3 -- > Mollisia cf. poaeoides
Sporen 12-15, OCI = 3, Calamagrostis
 
950 an Phragmitis --> 952
950* an anderen Süßgräsern --> Mollisia “Poaceae“
Sporen 11-14, OCI = 1-2, Phalaris (Rohrglanzgras)
 
952  Sp. schmalellipsoid bis etwas keulig, OCI = 0,5-1,5 --> Mollisia hydrophila
Apos werden erwachsen wässriggrau, verlieren ihre Randwulst und sind kaum pulvinat (konvex), sie nabeln eher im Zentrum, Sporenlängen im Bereich 9-14 x 2,2-2,6
952* Sp. mehrheitlich extrem einseitig zuspitzend, Sorenlängen ebenfalls im Bereich 11-14(15) --> Mollisia-Phragmitis-white-(iw224)
!!
Im Bereich um M. hydrophila gibt es weitere verschiedene “Sippen“, welche noch aufgearbeitete werden müssen, siehe in Zottos “in vivo veritas“ bei Mollisia hydrophila und den cfs. und affs.
 
960  Sporenlänge bei 10 (+-2) --> 1100
960* Sporen klar kürzer als 10 --> 965
 
965 Sporen über 1,5 breit --> 1000
965* Sporen unter 1,5 breit --> 970
 
970 OCI = 0 --> 975
970* OCI = 2 als meist großer Tropfen je Pol --> Mollisia phragmitis
Sporen 5-6 x 1,2-1,4, beinahe allantoid
 
975  ParaphysenKOH-positiv --> 980
975* Paraphysen KOH-negativ --> 990
 
 
980 Sporen 6-8 x 1,2-1,4, an Molinia --> Mollisia cf. caricina FP325
980* --> frei
 
990

Last changed: 25/02/2024 at 23:49

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